Namibia - Naturkontraste und prägende Vergangenheit
Im Süden des afrikanischen Kontinents liegt Namibia. Ein Land, das nach der ältesten Wüste der Welt benannt wurde, die gleichzeitig die Atlantikküste des Staates prägt. Mit über 820 000 km² entspricht die Fläche Namibias mehr als zweimal der Deutschlands. Trotz dieser enormen Größe ist das Land eher dünn besiedelt. Die Lebensräume konzentrieren sich vorwiegend auf den Norden und die vereinzelten Städte Namibias.
Geschichte und Kultur Namibias
Neben den Traditionen der Jahrtausende alten Stämme, prägt die Kultur des Landes auch noch heute die koloniale Vergangenheit. Portugiesen, Engländer und Deutsche nahmen im Laufe der Geschichte immer wieder Einfluss und hinterließen deutliche Spuren durch ihre Herrschaft. So ist es nicht verwunderlich, das Deutsch immernoch von vielen verstanden und gesprochen wird. In den Ortschaften Namibias trifft man auf Bauten in europäischem Stil. Besonders interessant ist hier das Städtchen Lüderitz, das mit seiner Architektur wie verpflanzt wirkt. Sehenswert ist hier unter anderem das Görke-Haus, welches in früherer Zeit ein Magistratssitz war. Auch das kulturelle Bild der Landeshauptstadt Windhoek ist noch sehr von außerafrikanischem Einfluss geprägt. Doch im Zusammenhang mit steigendem Tourismus und einem neuen Selbstbewusstsein der schwarzafrikanischen Bevölkerung, kommt alten Traditionen wieder neue Bedeutung zu.
Natur erleben
Namibias Natur bietet sich dem Entdecker als gegensätzliches Schauspiel dar. Während der Süden des Landes eher wenig fruchtbar ist, entfaltet sich im Norden eine durchaus üppigere Landschaft. Die Namib-Wüste im Westen des Landes, mit ihrem weitgehend heiß-trockenem Klima bildet einen besonderen Kontrast zum so genannten Caprivi-Streifen mit dichten Wäldern und hoher Feuchtigkeit. Neben der exotischen Tier- und Pflanzenwelt, sind einige Naturerscheinungen dem Besucher besonders zu empfehlen. Zu ihnen zählt die „Etosha-Pfanne“ im gleichnamigen Nationalpark. Eine riesige Salzfläche, die früher ein Seengebiet war. Der bereits erwähnte Nationalpark zählt zu einem der größten Wildtierreservate weltweit. Auch die „Skelettküste“ im Norden des Landes ist eine Reise wert. Der Reichtum an Meerestieren in diesem Gebiet, hat besonders auf Angelfreunde eine anziehende Wirkung. Ein Trip in die Nationalparks Namibias ist grundsätzlich empfehlenswert. Jedoch sollte unbedingt auf eine ausreichende Vorbereitung und erfahrene Begleitung Wert gelegt werden.

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